Mit Menschen, statt gegen Menschen

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Das Phänomen Präsentismus - trotz Krankheit zur Arbeit gehen

Die Leute werden verrückt! Die Menschen drehen durch! Wie oft habe ich diese Sätze in verschiedensten Situationen gehört oder sie selbst als Ausruf meiner Empörung, Verständnislosigkeit oder Wut eingesetzt. Vielleicht kommen Ihnen diese Ausrufe genau so bekannt vor wie mir. Sie sind ein Indiz dafür, dass wir so gar nicht d’accord mit dem Denken und Handeln unseres Umfeldes sind. Dabei liegt die Wahrheit doch so klar vor uns! Glauben wir. Das Kuriose: wir selbst sind zu genüge die „verrückten Leute“ und „durchgedrehten Menschen“, an welche die oben genannten Ausrufe adressiert sind. Die perfekte Ausgangslage für eine hitzige Diskussion, in welcher alle Beteiligten versuchen die Gegenseite zu bekehren.

Gefühlt befinden wir uns in solchen Situationen auf einer Einbahnstraße zur wohlbekannten verhärteten Front. Eine turbulente und nicht ganz ungefährliche Reise, wenn Sie mich fragen. Und der Grad der Gefahr steigt, wenn man bedenkt, in was für polarisierenden Zeiten wir derzeit unterwegs sind! Rechthaberei scheint dabei ein verbreitetes Phänomen zu sein. Es ist ein wunderbares Mittel, um uns vor Überforderung zu schützen: beharren wir auf unserem Standpunkt, so können wir ganz getrost „unseren Stiefel weiterfahren“ und müssen uns nicht in andere einfühlen und uns eingestehen, dass der Blick vom Beifahrersitz vielleicht auch seine Daseinsberechtigung hat.

Dabei wäre ein Perspektivwechsel eine gute Gelegenheit, um den eigenen Weg zu überdenken und Raum für Neues zu schaffen. Doch wie gelingt uns das?

Schalten Sie doch einmal kurz den Autopiloten an und lehnen Sie Sich zurück oder fahren Sie rechts ran, um eine Pause einzulegen. Der österreichische Psychiater Viktor Emil Frankl sagte einmal: „Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion.“1 Steigen Sie aus dem Auto aus, in welchem gerade noch die hitzige Diskussion stattgefunden hat. Eine gedankliche oder tatsächlich räumliche Distanzierung macht es Ihnen möglich die eigenen Gefühle und Emotionen, aber auch die des Gegenübers wahrzunehmen und neu zu bewerten. Dann werden Sie auch merken, dass die vermeintliche Einbahnstraße im Grunde genommen keine richtige Einbahnstraße ist. Schauen Sie mal nach rechts und links: da bieten sich tatsächlich einige Abzweige, die der Reise ein neues Ziel geben können. Schlecht beschildert und beleuchtet, nicht auf dem ersten Blick erkennbar, doch bei genauerem Hinschauen vielversprechend. Das neue Ziel lautet:  Einfühlungsvermögen oder auch Empathie, Gemeinschaftlichkeit und respektvolles und verantwortungsbewusstes Miteinander.

Wer also den Mut hat bekannte Wege zu verlassen und ab und an den Blickwinkel zu wechseln, hat gute Chancen auf eine harmonische gemeinsame Reise, ohne, dass Ihre Beifahrer bereits vorher ausgestiegen sind.

Wie kann ich meinen Autopiloten nutzen, um entspannter und ausgeglichener im Alltag zu sein? SPORTIVATION gibt Ihnen die richtige Bedienungsanleitung an die Hand! Mit maßgeschneiderten Workshops und Seminaren zum Thema Stressmanagement, Achtsamkeit und Ressourcennutzung, aber auch Entspannungskursen wie Yoga, Pilates und Tai Chi navigieren wir Sie gern auf einen verantwortungsbewussten und krisensicheren Weg in holprigen Zeiten wie diesen. Gern begleiten wir Sie auch online.

Wechseln Sie die Spur und damit Ihre Perspektive. Geben Sie Acht: auf Ihre Gedanken, Ihren Körper, Ihre Gesundheit, auf sich. Aber auch auf Ihre Mitmenschen, damit wir MIT Menschen bleiben und unsere Reise, beruflich und privat, in guter Gemeinschaft fortsetzen können.

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